Förderprojekte
Der Dachsberg in Rückersdorf - Therapeutisches Reiten
Was ist Therapeutisches Reiten?
Therapeutisches Reiten ermöglicht ganzheitliche Förderung mit Hilfe des Pferdes. Gerade bei blinden, mehrfachbehinderten Kindern ist aufgrund ihrer eingeschränkten Wahrnehmungs- und Kontaktfähigkeit die Therapie mit Pferden von wesentlicher Bedeutung für ihre körperliche und seelische Entwicklung. Im Heilpädagogischen Reiten beinhaltet dies pädagogische, psychologische und soziointegrative Einflussnahmen mit Hilfe des Pferdes, um die Kinder und Jugendlichen im körperlichen, emotionalen, sozialen und geistigen Bereich zu fördern. In der Hippotherapie findet auf dem Pferd eine krankengymnastische Übungsbehandlung auf neurophysiologischer Grundlage statt. Das Therapeutische Reiten ist international als wirkungsvolle Heilmethode bei körperlichen, kognitiven, sozialen und sensorischen Beeinträchtigungen anerkannt.
Warum Therapie mit Pferden?
Pferde eignen sich aufgrund ihres artspezifischen Verhaltens und ihrer vielfältigen Einsatzmöglichkeiten besonders gut für die Therapie mit behinderten Menschen. Das Pferd löst als Lebewesen eine hohe Motivation aus, sich mit ihm auseinander zusetzen und mit den daraus resultierenden eigenen Gefühlsregungen wie Freude, Angst, Zuneigung, Ablehnung.
Dadurch baut sich eine enge, emotionale Beziehung auf. Das Tier steht im Mittelpunkt.
Mit Spaß, Freude und großem Interesse lassen sich die behinderten Kinder und Jugendlichen auf neue Erfahrungen ein und führen die therapeutischen Übungen aus. Ca. 30 Kinder und Jugendliche mit Sehbehinderung, Blindheit, körperlicher und geistiger Behinderung nehmen wöchentlich am Therapeutischen Reiten teil.
Welche Ziele hat das Therapeutische Reiten?
- Wahrnehmungsförderung
- Aufbau von Vertrauen und Beziehung
- Abbau von Aggressionen und Ängsten
- Entwicklung von Selbständigkeit und Selbstwertgefühl
- Steigerung von Konzentration und Durchhaltevermögen
- Förderung von Kommunikation und Kooperation
- Regulierung von Muskelspannung
- Förderung der Symmetrie und des Gleichgewichts
- Rumpfaufrichtung und -kontrolle
- Koordinationsschulung und -verbesserung
- gangtypische Aktivierung des Rumpfes
Weiter Informationen unter: www.blindeninstitut.de
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